Unser kommende U15-Trainer Kevin Hubrath im Gespräch

Wie ist es zustande gekommen, dass du den Trainerposten bei RW Walldorf übernommen hast? Was war ausschlaggebend für deine Zusage?

Ich stehe seit einigen Jahren mit Steffen Kaschel im regelmäßigen freundschaftlichen Austausch, es gab bereits einige Anfragen in der Vergangenheit, und ausschlaggebend war letztlich vor allem, dass er einfach nicht locker gelassen hat. Mir gefällt die Stimmung im Verein, die ambitionierten Ziele und die Wertschätzung, die mir als Trainer und Mensch entgegengebracht wird.

Wie sind deine ersten Eindrücke vom Verein, wie bist du aufgenommen worden?

Durchweg positiv. Mir sind auf allen Ebenen bisher nur sympathische, aufgeschlossene Leute begegnet, die sich und den Verein weiterentwickeln wollen. Das passt genau zu meiner Auffassung von Vereins- und Trainingsarbeit.

Wie verlief dein fußballerischer Werdegang? Für welche Vereine hast du selbst aktiv die Fußballschuhe geschnürt?

Ich habe die komplette Jugend und das erste Jahr im Aktivenbereich bei der TuS Marienborn verbracht, habe dann beim SVW Mainz und SV Gonsenheim aktiv gespielt und zuletzt noch beim FC Basara Mainz. Ich habe für mich aber schon mit etwa 23 festgestellt, dass ich meine fußballerische Zukunft eher an der Seitenlinie sehe.

Wie würdest du dich selbst als Trainer beschreiben? Worauf legst du besonders wert?

Ich sehe mich persönlich als Entwicklungstrainer, fühle mich auch in der Jugendarbeit besser aufgehoben, als im Aktivenbereich. Das Wichtigste ist für mich die Mischung aus Spaß und Ernsthaftigkeit. Wenn ich das Gefühl habe, meine Mannschaft versucht in jeder Sekunde des Trainings und des Spiels, das Beste aus sich herauszuholen und sich weiter zu entwickeln, kann man mit mir sehr viel lachen und Spaß haben. Habe ich dieses Gefühl nicht, kann es auch einmal lauter und ziemlich unlustig werden.

Was macht dir besonders am Trainerjob Spaß?

Wie bereits beschrieben, geht es mir vor allem um die Entwicklung. Jeden Tag kleine Fortschritte zu erkennen, Dinge, die immer besser funktionieren, das gefällt mir richtig gut. Und das bezieht sich übrigens nicht nur auf die fußballerische, sondern auch auf die menschliche Entwicklung der Spieler.

Worüber kannst du lachen?

Solange es respektvoll bleibt und nicht das Ziel hat, zu verletzen, kann ich über so ziemlich alles lachen - auch über mich selbst.

Wer oder was hilft dir bei Niederlagen?

Das kommt ganz auf die Art der Niederlage an. Mit verlorenen Spielen, bei denen Einstellung und Leistung gestimmt haben, aber einfach das Glück gefehlt hat, kann ich relativ gut leben. Gleiches gilt, wenn der Gegner klar besser war und man erkennt, woran zu arbeiten ist. Wenn ein Spiel aber selbstverschuldet, durch mangelnden Einsatz oder fehlende Konzentration verschenkt wird, sollte man mich einige Tage eher vorsichtig ansprechen.

Welcher Trainer hat dich in deiner Laufbahn besonders geprägt bzw. beeindruckt?

Ich versuche grundsätzlich, von jedem Trainer, mit dem ich direkt oder indirekt zu tun habe, etwas für mich Sinnvolles mitzunehmen. Egal, ob es sich um Trainingsübungen, Ansprachen oder generelle Verhaltensweisen handelt, wenn mir etwas gefällt und wenn es mich überzeugt, übernehme ich es. Deshalb sehe ich mich ein Stück weit als Kombination aus allen meinen bisherigen Trainerkollegen.

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