Unser U15-Trainer Stefan Glowitzki im Gespräch

Wie kam es zur Entscheidung nach Walldorf zu kommen und wie war dein bisheriger sportlicher Werdegang als Trainer?

Der Kontakt zu Steffen Kaschel entstand bereits während meiner Zeit als Regionalauswahltrainer als er noch für Darmstadt 98 aktiv war. Danach ist der Gesprächsfaden nie abgerissen und Steffen hat regelmäßig „angeklopft“ und für den Verein geworben. Ich habe daher die Entwicklung von Rot-Weiss Walldorf über längere Zeit aufmerksam verfolgt. Das Ausbildungskonzept, die Organisation und die sportlichen Perspektiven für junge Spieler haben mich überzeugt. Im Frühjahr 2020 war dann der Zeitpunkt, zu dem alles für eine Zusage gepasst hat.

Meine Trainertätigkeit habe ich als „Vater-Trainer“ im F- und E-Junioren-Bereich begonnen. Als Regionalauswahltrainer U16/U17 der Region Wiesbaden war ich danach für den Hessischen Fußballverband tätig. Über diese Station habe ich dann die Möglichkeit bekommen, die Hessenauswahl des Jahrgangs 2004 als Jahrgangstrainer zu betreuen, was ich bis heute tue. Parallel dazu habe ich auf Vereinsebene im U12/U13-Bereich bei Germania Weilbach trainiert. Mit Ausnahme der U18/U19 war ich damit bereits in allen Junioren-Altersbereichen als Trainer aktiv.


Gib uns doch mal einen kurzen Einblick über deine bisherige Zeit mit der aktuellen Mannschaft, dem Trainerteam und die ersten Eindrücke im Vereinsleben!

Bei meinem Einstieg in Walldorf habe ich sehr davon profitiert, dass ich offen aufgenommen wurde und die Trainerkollegen eine genaue Beurteilung des bestehenden Kaders vorgenommen hatten. Wegen Corona war zu diesem Zeitpunkt der Spielbetrieb bereits eingestellt, ehe ich den 2006er-Jahrgang von Rot-Weiss selbst im Wettkampf sichten konnte. Mit Blick auf die bevorstehende Verbandsligasaison und als Basis für die weitere Entwicklung dieses Jahrgangs im Leistungsbereich ist es uns gelungen, die gewünschten Verstärkungen von einem Wechsel nach Walldorf zu überzeugen. Die neuen Jungs wurden gut integriert und das Team hat von Anfang an gut mitgezogen. Die Mannschaft ist aufmerksam und lernwillig, was für uns sehr wichtig ist, weil es doch einiges aufzuholen gab und auch noch gibt. Wir haben talentierte Spieler, Wettbewerb innerhalb des Kaders um die Plätze und gute Trainingsbedingungen. Der Start in die Verbandsligasaison lief positiv.

Bei der Arbeit mit dem Team unterstützt mich Eric Trier als Co-Trainer. Er kennt den Verein schon länger, ist als U23-Spieler aktiv und hat aufgrund seines Alters nochmal einen anderen Draht zu den Jungs. Eric hat in der Jugend hochklassig gespielt und kennt aus eigener Erfahrung die Abläufe und Anforderungen eines Leistungsteams. Da er sich auch taktisch intensiv mit dem Spiel beschäftigt, ist er für mich eine wichtige Unterstützung.

Meine ersten Eindrücke vom Vereinsleben – dieser Verein lebt! Der Umgang untereinander ist sehr kommunikativ. Die Jugendabteilung verzeichnet nicht nur wegen der Klassenzugehörigkeiten der Teams, sondern auch wegen der guten Vereinsarbeit einen starken Zulauf und wird von der Vereinsspitze unterstützt. Man spürt vor Ort eine große Verbundenheit mit dem Verein und ein starkes und vielfältiges Engagement in allen Bereichen, weil hier ganz viele Menschen ihre Stärken und unterschiedlichstes Know-How einbringen. Die Sportanlage wird kontinuierlich verbessert, um für Spieler, Trainer und Zuschauer möglichst optimale Bedingungen zu schaffen.


Auch du hast schon deine Zusage für die kommende Saison gegeben. Was sind die persönlichen Ziele bis zum Saisonende und welche Aufgabe hast du in der kommenden Saison?

Meine persönlichen Ziele bis zum Saisonende sind unterschiedlich. Während der Corona-Zeit mit der Unterbrechung des Trainings- und Spielbetriebs ist es mir wichtig, den Jungs, für die Fußball und der Kontakt mit ihrer Mannschaft eine große Rolle spielt, ein positives Signal zu geben und regelmäßig den Kontakt zu halten. Aus den Statistiken wissen wir, dass gerade im U15-Alter viele Spieler dem Fußball verloren gehen, weil sich die Interessen in diesem Altersbereich sehr unterschiedlich entwickeln. Wir versuchen der Mannschaft seit Beginn der Corona-Pause in vier Einheiten pro Woche ein interessantes „Home-Trainingsangebot“ zu bieten. Dass es uns der Verein nun mit seinem Hygienekonzept ermöglicht hat, wieder in Zweier-Gruppen auf dem Platz zu trainieren, hilft dabei sehr und hat die Spieler gefreut.

Sportlich geht es vor allem darum, unser Ausbildungskonzept fortzusetzen und das Team in allen Bereichen weiter zu entwickeln. Ein konkretes Saisonziel zu benennen, fällt mir aktuell schwer, weil derzeit nicht absehbar ist, wann und wie der Spielbetrieb fortgesetzt wird. Auf jeden Fall sind wir ehrgeizig und wollen so viele Punkte holen, wie möglich.

In der nächsten Saison werde ich den 2006er-Jahrgang in der U16 weiter trainieren.

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