Unser kommende U13-Trainer Thilo Lode im Gespräch

Wie verlief dein Fußballerischer Werdegang?

Begonnen habe ich 2008 mit sieben Jahren in der F-Jugend bei RW Walldorf. Die folgenden Jahre habe ich alle Jugendmannschaften hier bei RW Walldorf durchlaufen, von den Kleinfeldmannschaften über die U15, U17 und schlussendlich die U19. Nach meinem 2. Jahr in der U19 ging es dann für mich in den Herrenbereich zu unserer eigenen U23 weiter, bei der ich nun mein 2. Jahr aktiv spiele. Seit meiner Zeit bei der U17 bin ich auch als Trainer bei verschiedensten Jugendmannschaften aktiv.

Für welche Vereine hast du selbst aktiv die Fußballschuhe geschnürt?

Die Frage ist schnell zu beantworten: Nur für Rot-Weiss Walldorf

Wie ist es zustande gekommen, dass du die/den Trainerposten bei RW Walldorf übernommen hast?

Anfangs war es nur ein Spaß den ich und ein paar Mitspieler aus der damaligen U15 untereinander gemacht hatten, wie cool es doch wäre, wenn wir unsere eigene Mannschaft trainieren würden. Ich wollte die Idee nicht nur eine Idee sein lassen, sondern auch in die Tat umsetzen und so kam es, dass ich unseren Jugendleiter Uwe Wolf darauf ansprach und er mich kurzerhand in seiner U11 erste Trainererfahrungen sammeln lies. Die Spieler waren alle mega cool und haben mir den Einstieg, bis auf das ein oder andere mal, sehr einfach gemacht. Ich war sofort begeistert von der Trainertätigkeit, dass ich mehr lernen und erfahren wollte und so kam es über die Jahre, dass ich in verschiedensten Mannschaften als Co-Trainer oder Trainer aktiv war und bin. Zusätzlich dazu habe ich 2019 meine Trainer B-Lizenz absolviert.

Was war ausschlaggebend für deine Zusage?

Ich wusste das RW Walldorf schon damals immer sehr gute Jugendarbeit leistete, die sich bis heute nochmals um einige Stücke verbessert hat, und meine Trainer immer ihr bestes gaben um mich zu verbessern. Aber irgendetwas in mir sagte immer, dass es noch besser ginge. Von daher brauchte es nicht viel damit ich Herausforderung annahm. Natürlich brauchte es immer einen geeigneten Co-Trainer, damit ich ein Traineramt annahm.

Wie würdest du dich selber als Trainer beschreiben? / Worauf legst du besonders Wert?

Ich denke ich bin ein ziemlich anspruchsvoller Trainer. Ich erwarte immer das meine Spieler zu jedem Zeitpunkt, egal ob Training oder Spiel, immer 110% geben. Jedoch sollen sie dabei nicht den wesentlichen Fokus des Sports aus den Augen verlieren, und zwar in jeder einzelnen Minute diesen Sport zu lieben und das auch auf den Platz zu zeigen. Das ist in vielen Situationen leider nicht immer so einfach wie man es sich als Trainer wünscht, was ich auch aus Spielersicht so bestätigen kann. Daher versuche ich immer wieder diesen Spagat zu meistern und den Jungs diese Werte zu vermitteln, auch wenn mir das nicht immer zu 100% gelingt.

Was macht dir am Trainerjob besonders Spaß?

Jeden Tag aufs Neue auf dem Platz zu stehen und den Spielern zu zuschauen wie sie besser werden, dazu lernen oder sich menschlich entwickeln. Die Wissbegier und den Willen in den allermeisten Spielern zu sehen und daraus dann das optimale herauszuholen.

Worüber kannst du lachen?

Wenn die Spieler untereinander oder auch mit uns Trainern, in den richtigen Momenten, Witze oder Quatsch machen, die so einmalig sind, dass man als Trainer nur noch Mitlachen kann. Auch eine gewisse Lockerheit im Training, die immer wieder zeigt das alle auf dem Platz, das machen was ihnen Spaß macht und das auch zeigen.

Wer oder was hilft dir bei Niederlagen?

Kurzfristig nach dem Spiel hat mir eigentlich nicht viel geholfen. Als Torwart stellt man sich vielleicht häufiger in die Verantwortung als Feldspieler, da man Fehler gemacht hat oder man das Tor hätte verhindern können. Das muss man abhaken, spätestens das nächste Training nach dem Spiel hat bei mir den Kopf wieder frei gemacht und gezeigt das nun der Fokus auf das nächste Spiel gelegt werden muss, um dieses zu gewinnen.

Welcher Trainer hat dich in deiner Laufbahn besonders geprägt bzw. beeindruckt?

Von meinen eigenen Trainern hat jeder seinen Anteil an dem Menschen der ich heute bin, egal ob es die Spielphilosophie war oder die Art wie er mit mir kommuniziert hat, hat mich als Spieler, Trainer und Mensch geprägt. Natürlich muss ich da Reinhard Kämpfner hervorheben, der mich etwa sieben Jahre trainiert hat und so auch den größten Einfluss auf mich hatte. Bewundert habe ich immer von den Profitrainern Jürgen Klopp. Wie er es schafft immer als sympathischer, lockerer und bodenständiger Trainer rüberzukommen und gleichzeitig Top Teams zu großen Erfolgen führen, ist eine Fähigkeit die nur sehr wenige Trainer haben und an der ich mich auch in der Zukunft orientieren möchte.

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